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Jonglierpädagogik - Weiterbildung & Vorträge

Lernen in Bewegung

Erfahrungslernen hat gar nichts mit Büffeln und Pauken zu tun! In meine Vorträgen beleuchte ich die Möglichkeiten und Perspektiven die im Jonglieren zu finden sind. Durch meine langjährige Tätigkeiten als Jongleur, Pädagoge und Coach, kenne ich die vielen fördernden Aspekte aus eigener Erfahrung und möchte möglichst viel davon weitergeben. Damit  Themen wie Neurobiolgie, Lernen, Burnout, positive Fehlerkultur etc. nicht nur theoretisch behandelt werden, ist es mir ein großes Anliegen auch praktische Übungen in meine Vorträge einzubauen.

Jonglierpädagogik Weiterbildung

In 5 Modulen Prozessorientiertes Jonglieren "lehren" lernen!
Ab Jänner 2018 wird es an der GEA Akademie die Möglichkeit geben diese Aus-/Weiterbildung zu absolvieren. Hier die Eckdaten:

POJ geht weit über das konventionelle Unterrichten von Jonglieren hinaus – es thematisiert neben der Kompetenzentwicklung, die im Prozess des Lernens und Übens liegt, auch die Entwicklung der Selbstmanagementfähigkeiten (Impowerment).

Besonders PädagogInnen und Personen aus dem Bereich helfende Berufe leiden häufig unter Stress und Burnout–Tendenzen und da kann POJ ein nützliches Werkzeug zur Prophylaxe sein.

In den Berufsfeldern Schule, Sozialpädagogik und Berufe im therapeutischen Kontext ist POJ als Methode wunderbar anwendbar; aber auch ihr, die ihr euch ganz einfach für das Thema interessiert, seid in dieser Weiterbildung herzlich willkommen!

WEITERBILDUNGSINHALTE:

  •  Die physischen und mentalen Aspekte des Jonglierens
  •  Selbstmanagement, Potentialentfaltung und Kompetenzentwicklung
  •  Grundlegende Jongliertechniken (Tücher, Bälle, Ringe, Teller, Keulen, Diabolo, Poi, Flower-Stick)
  •  PartnerInnen- und Gruppenjonglage, Spiele und Variationen
  •  Jonglierpädagogik in unterschiedlichen Kontexten (Therapie, Coaching, Schulen, Senioren, ..)
  • Jonglieren als Gesundheitsförderungsmaßnahme in Institutionen und Betrieben
  • Didaktik und Unterricht (Gruppenführung, Kompetenzstufen, …)
  •  Neurodidaktik – Lernen aus neurobiologischer Sicht

WEITERBILDUNGSSTART
FR, 12. Jänner, 19 Uhr, bis SO, 14. Jänner 2018, 13 Uhr


LEHRGANGSEGBÜHREN GESAMT
5 Module  (4 Wochenendkurse und ein 4-Tages-Inrensiv-Seminar) € 1500,-
Zahlbar in zwei Teilbeträgen bzw. nach vereinabrtem Modus.


MODULE EINZELN BUCHEN
Module 1 – 4 a` € 300,-  


ANMELDUNG

Anmeldeformular für das gesamte Ausbildungsprogramm
ODER
Anmeldeformular für die einzelnen Module


ABLAUF und TERMINE:
In 5 Modulen, bestehend aus 4 Wochenendkursen und einem 4-Tages-Inrensiv-Seminar, werden alle grundlegenden theoretischen und praktischen Kenntnisse vermittelt. Das Verhältnis von praktischen Übungen zu theoretischen Inputs beträgt in etwa 75% zu 25%.


MODUL 1 – ELEMENTARE JONGLIERTECHNIK 

FR, 12. Jänner, 19 Uhr, bis SO, 14. Jänner 2018, 13 Uhr

Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss.
(R. M. Rilke)

Jonglage mit Tüchern, der Weg zur Dreiball-Jonglage und die grundlegende Technik des Spiels mit den Poi und dem Diabolo werden die praktischen Schwerpunkte bilden. Ergänzend werden folgende Themen einfließen: Was verstehen wir unter POJ? Die fördernden Aspekte des Jonglieren-Lernens, die Kompetenzstufen, der Flow …

 

MODUL 2 AUFBAUENDE JONGLIERTECHNIK & PARTNERINNENARBEIT
FR, 2. Februar, 19 Uhr, bis SO, 4. Februar 2018, 13 Uhr 

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. (Seneca)

Das Spiel mit dem Flower- oder Devil-Stick, jonglieren mit Ringen und Keulen; Variationen der Balljonglage und des Poi-Schwingens stehen im Mittelpunkt des praktischen Lernens.
Theoretische Inputs: Site Swaps, Jongliergeschichte und -kultur. Grundlagen der Neurodidaktik.

 

MODUL 3 – SELBSTMANAGEMENT ENTWICKELN MIT POJ
(Co-Referentin Susanne Filzi)

MO, 26. März, 19 Uhr, bis SO, 29. März 2018, 13 Uhr

Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen an denen wir in die Höhe steigen. (Friedrich Nietzsche)

Jonglage und Musik. Wie gestalte ich eine Routine?
Passing und Passing-Formationen, Kontaktjonglage.
Theoretische Inputs: Menschliches Potential entfalten. Wesen / Charakter / Verhalten. Beachtung vs. Anerkennung. Welche Kompetenzen werden durch das Jonglieren entwickelt?

 

MODUL 4 – GRUPPE & SPIEL
FR, 13. April, 19 Uhr, bis SO, 15. April 2018, 13 Uhr

Im Spiel verraten wir, wes Geistes Kind wir sind. (Ovid)

Jonglierspiele wie Jolly-Ball, Combat und verschiedene Passing-Formationen stehen im Mittelpunkt dieser Einheit. Individuelles Jonglier-Coaching.
Theoretische Inputs: POJ in Coaching und Therapie, Studien zum Thema therapeutisches Jonglieren, Gruppendynamik und Gruppenleitung.

 

Modul 5WEGE IN DIE PRAXIS
FR, 4. Mai, 19 Uhr, bis SO, 6. Mai 2018, 13 Uhr

Wir glauben Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns. (Eugene Ionesco)

Individuelles Jonglier-Coaching. Weiterführende Variationen und Routinen. Passing und Spiele. Diskussion der Prozessberichte. Visionen zur  individuellen Integration von POJ im beruflichen oder privaten Bereich.

 

Bitte bringt zu den Kursen mit: Bequeme Kleidung, Hausschuhe, Schreibzeug

Fragen? Direkt an Mario Filzi unter: 
Tel: +43 (0)2772 200 60
Mobil: +43 (0)650 27 34 934
oder per mail:  filzi{ät}filzi{.}at

 

UNTERRICHT / METHODIK
Das praktische Üben – alleine, zu zweit oder in Gruppen – steht zwar im Vordergrund, aber ebenfalls wichtige Bestandteile sind die Präsentationen, Kurzreferate, Feedback-Runden und das Co-Counselling. Die Kenntnisse und Fähigkeiten aller TeilnehmerInnen werden als Gruppenressourcen miteinfließen, theoretische Inputs runden jede Einheit ab.

POJ-Tagebuch:
Das schriftliche Festhalten des Prozesse in Form eines POJ-Tagebuchs ist die Basis für die individuelle Reflexion und deswegen auch sehr wesentlicher Bestandteil. Darin werden Trainingszeiten, Erfolge aber auch Frustrationen, Selbsterfahrung bei der Entwicklung von Lernstrategien, einer Routine, Performance oder Erfahrungen beim Unterrichten festgehalten.

Prozessbericht:
Auf Grundlage des POJ-Tagebuchs wird ein persönlicher Prozessbericht verfasst und gegen Ende des Kurses der Leitung übermittelt. Zum Abschluss (Modul 5) können die wichtigsten Erfahrungen in die Gruppe eingebracht werden.

Praxis: 
Jonglieren – Lehren soll während der Weiterbildung praktiziert werden. Das kann im Freundeskreis, in der Familie, im geschäftlichen Umfeld etc. stattfinden.

Schwerpunktthema:
AIs den theoretischen Inputs wird das Schwerpunktthema (Didaktik, neurobiologische Grundlagen, Bedürfnis-Hirachie, Beachtung vs. Anerkennung, Glaubenssätze, Flow, Jonglier-Geschichte, – Ethnologie, – Kultur, Site Swaps, …) ausgewählt und von jeder/m TeilnehmerIn in Form eines kurzen Referates vorgestellt.

Abschluss / Teilnehmebestätigung:
Für die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildung ist eine Mindestanwesenheit von 80% erforderlich. Weiters ist ein Prozessbericht abzugeben und ein Kurzreferat über einen theoretischen Aspekt der Weiterbildung zu halten.

Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Kurses ist man befähigt die Grundtechniken des Jonglierens zu unterrichten. Die theoretischen Grundlagen von POJ und die fördernden Aspekte, die im Prozess des Jonglieren-Lernens und Lehrens liegen, sind den AbsolventInnen vertraut und können in die eigene Ressourcenstärkung und/oder auch in die Erweiterung der beruflichen Kompetenzen einfließen.

 

ASPEKTE DES PROZESSORIENTIERTEN JONGLIERENS

1. Selbstmanagement:
Das Lernen: (Umgang mit Herausforderungen)

Jonglieren ist mehr als nur eine Metapher für das Lernen! Mit dem Erlernen der Dreiballjonglage eröffnet sich ein Bereich, der unbegrenztes Wachstum in – individuell angepassten – kleinen Schritten ermöglicht. 
Dabei spielen Analyse, Erkennen von Fehlern, Entwicklung von Korrekturen, Überwindung von Blockaden, Entwickeln von verschiedenen Herangehensweisen (Strategien) entscheidende Bedeutung.

Der Flow:
Der oben beleuchtete Prozess des Lernens ist aber nur ein Teil, der analytische. Es gibt bei jedem neu zu lernenden Trick oder Jongliermuster  eine Phase, in der zum ersten Mal der Rhythmus der Bewegung die Regie übernimmt und das analytische und reflektorische Lernen durch das Flow-Erlebnis verdrängt. Dieser Moment ist mit Freude und Glücksgefühlen verbunden und stärkt die intrinsische Motivation. 
Mit dieser Freude im Zusammenhang steht auch die Ausschüttung verschiedener Botenstoffe im Gehirn (Neurotransmitter), die dazu beitragen, dass das Gelernte auch neuronal, durch Stärkung der synaptischen Verbindungen, als Repräsentation (oder auch inneres Bild) verankert wird.

Die Achtsamkeit:
Die Schulung der Wahrnehmung ist ein wesentlicher Teil von POJ. Dazu verwenden wir unter anderem Übungen aus der Atempädagogik (I. Middendorf) und dem potentialorientierten Coaching (W. Büntig). Die Schulung der Wahrnehmung ist die Voraussetzung  für die Reflexion und der sich daraus eventuell ergebenden Verhaltensänderungen.

Das Hier & Jetzt:
Neben der Schulung der Achtsamkeit gibt es auch noch einen konzentrativen Weg zum „Hier und Jetzt“. Dieser hat einen anderer Ansatz und ist für viele wesentlich leichter zu erreichen. 
Vor allem im Alltag, in Stress-Situationen, bei Schwierigkeiten den „inneren Monolog“ abzustellen, kann eine Jonglierübung schnell und unmittelbar in die Gegenwart führen. Voraussetzung ist, dass die Übung eine leichte Überforderung darstellt und die Umgebung als angenehm, oder zumindest als angstfrei, empfunden wird. 
Der größte Vorteil beim Jonglieren ist ja, dass man drei Bälle in jeder Schreibtischschublade, im Aktenkoffer, auf der Küchenablage, im Auto – kurz: 
Überall kann man Jonglierbälle dabei haben. So kann POJ eine kreative, anregende und sehr praktikable Vorbeugung gegen Burnout sein.

Die Reflexion:
Der konstruktive Umgang mit Fehlern, die Impulskontrolle, die Frustrationstoleranz, vorausschauend denken und handeln (strategische Kompetenz), komplexe Probleme durchschauen (Problemlösungskompetenz), Folgen des eigenen Handelns abschätzen (Handlungskompetenz), Motivation und Konzentrationsfähigkeit – das alles sind Bereiche, die durch Selbstreflexion und Feedback Bewusstsein für die Entfaltung des individuellen Potentials schaffen können.


2. Jonglierpädagogik:
Die Jongliertechnik:

Um Jonglieren erfolgreich unterrichten zu können, ist es natürlich sehr förderlich, über ein gewisses jonglier-technisches Niveau zu verfügen. Der eigene Prozess des Erlernens ist die Grundlage für das Verstehen der Probleme der Lernenden.

Die wichtigsten Techniken sind Tuchjonglage in allen Variationen, die grundlegende Dreiball-Jonglage mit diversen Variationen und der Weg zur Vierball-Jonglage. Das Spiel mit Diabolo (Grundlagen und die wichtigsten Tricks), Balancierteller, Poi – Schwingen und Flowerstick gehören ebenso dazu wie die Basis der Keulenjonglage. Von Staff, Ringe, Cigar-Boxes, Kontaktjonglage etc. sollte man über Grundkenntnisse verfügen.

Partner/Partnerinnen – Übungen und Gruppenspiele:
Besonderes Augenmerk wird bei POJ diesen Themen gewidmet. Es gibt viele Erfahrungen, die nur in der Gruppe, oder aber auch bei Paar-Übungen gemacht werden können. Außerdem sind diese Übungen auch wichtig um einer Vereinzelung beim Jonglieren-Lernen vorzubeugen.

Jonglierspiele (wie Free-Flow-Oddgod, Combat oder Jollyball) betonen – wie auch das Passing – das gemeinsame, harmonische Element des Jonglierens, doch manchmal auch das kompetitive.

Die Didaktik:
Neben dem klassischen Übungsaufbau bei den einzelnen Jongliertechniken, werden auch sehr innovative Ansätze oder Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Ein wichtiges Element des Kurses wird es sein, Praxis als JonglierpädagogIn zu sammeln. Die Vermittlung ist im Kurs selbst, aber auch im privaten Umfeld der TeilnehmerInnen vorgesehen.

Theoretische Grundlagen:
Diese umfassen Bereiche wie Neurodidaktik, Studien im Zusammenhang mit Jonglier-Training, dem Auseinandersetzen mit dem menschlichen Potential und dessen Entfaltung, aber auch geschichtliches und ethnologisches Basiswissen zum Thema Jonglieren. Natürlich werden auch die vielen fördernden Aspekte des Jonglierens besprochen, aber auch die potentiellen Probleme.

Selbstmanagement:
Während der Weiterbildung wird ein Prozess-Tagebuch geführt, in dem die Jonglier-Trainingseinheiten ebenso festgehalten werden, wie die damit verbundenen Erfahrungen. Dieses Tagebuch stellt die Grundlage des Prozessberichtes dar, der am Ende des Kurses präsentiert wird. Ebenso zum Thema Selbsterfahrung passt auch die kurze Jonglier-Performance, die im Laufe des Kurses erarbeitet wird. Sowohl individuelle Entwicklung, wie auch der Gruppenprozess, sind Gegenstand der Reflexionen, die in Form von Gesprächsrunden und Co-Counsellings durchgeführt werden.

 

KURSLEITUNG und PROZESSBEGLEITUNG
Mario Filzi arbeitet seit 1990 als Jonglierpädagoge. 
Nach der Weiterbildung zum potentialorientierten Coach bei Wolf Büntig am ZIST entwickelte er, gemeinsam mit seiner Frau Susanne, die Methode des prozessorientierten Jonglierens (POJ).

In Zusammenarbeit mit dem Anton Proksch Instituts entstand eine Studie zur therapeutischen Anwendung (Rausch 2014) und im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge kam/kommt POJ als Methode unter anderem bei der OMV, der AK und der NÖM zum Einsatz.

Neben Mario Filzi als Kursleiter wird Fabio Filzi als Assistent immer anwesend sein und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Susanne Filzi wird im Modul 3 als Co-Referentin sich den Themen Wahrnehmung und Potentialentfaltung widmen.